30.04.2020

Herdenschutz in Baden-Württemberg erfolgreich

Nach Angaben der Landtags-Grünen haben aktuell 238 Antragsteller 259 Herdenschutzprojekte zum Schutz vor Wölfen für 682 000 Euro bewilligt bekommen. Dies teilte Markus Rösler, der naturschutzpolitische Sprecher der Grünen zum „Tag des Wolfes“ (30. April 2020) mit. 

Laut Rösler gab es seit 2018 am meisten Anträge in den Kreisen Freudenstadt und Calw. "In Freudenstadt wurden von 85 Antragstellern 99 Projekte mit 280.200 Euro bewilligt, in Calw 60 Antragsteller 62 Projekte mit 124.900 Euro. Dort hat sich seit Herbst 2017 ein Wolf aus Niedersachsen angesiedelt. Dieser hat bisher allerdings in keinem Fall ordnungsgemäßen Herdenschutz überwunden. Das zeigt auch, dass Herdenschutz bei uns erfolgreich ist", kommentiert Rösler.

"Vorbildlich für ganz Deutschland ist das Angebot des Umweltministeriums zur Förderung von Herdenschutzhunden“, betont Markus Rösler. 1 950 Euro Unterhalt erhalten Weidetierhalter in der "Wolfsregion" im Nordschwarzwald für Herdenschutzhunde. Auf die Initiative der Grünen Landtagsfraktion läuft zudem gerade ein Herdenschutzprojekt von Landesschafzuchtverband und NABU. Darin werden sowohl bei Zäunen als auch bei Herdenschutzhunden weitere Maßnahmen untersucht und vorgeschlagen. „Experten anderer Länder kommen zu uns, um von dieser vorbildlichen Zusammenarbeit zu lernen“, sagt Rösler.

"Bundesweit vorbildlich ist auch unsere Entschädigung bei Wolfsrissen: Naturschutz- und Jagdverbände haben einen Fonds gegründet, über den angemessene Entschädigungen erfolgen. In bisher 14 Fällen wurden insgesamt 11.010 Euro für die Betroffenen Weidetierhalter ausgezahlt, von denen das Umweltministerium anfangs 70 Prozent, aktuell 90 Prozent erstattet. Im Gegensatz zu anderen Ländern erfolgen diese Auszahlungen ohne Verrechnung mit EU-Förderungen, sodass die Auszahlung sehr unbürokratisch möglich ist", lobt Rösler Verbände und Umweltministerium.

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