5.2.2026 Pressemitteilung
Gute Nachrichten für den Landkreis Ludwigsburg. Mit der neuen Muster-Allgemeinverfügung des Umweltministeriums kann das Landratsamt Ludwigsburg Saatkrähenschäden effektiv verhindern - im Einklang mit Artenschutz und Landwirtschaft. Dies teilte das Umweltministerium in Stuttgart mit. Die Maßnahme sieht vor, Vergrämungen an Hotspots zu erleichtern, um Millionenschäden an Saat und Ernte zu vermeiden. Die Muster-Allgemeinverfügung bedarf einer Umsetzung im Landratsamt.
MdL Dr. Markus Rösler (Grüne): „Ich freue mich sehr, dass auch der Kreis Ludwigsburg und damit beispielsweise Korntal-Münchingen vom angepasstem Saatkrähenmanagement profitieren wird. Konkret wird die Muster-Allgemeinverfügung das Landratsamt konkreter als bisher befähigen, eine rechtssichere Allgemeinverfügung zu erlassen. Unser Ziel ist es, Landwirtschaft und Artenschutz nachhaltig für die Zukunft aufzustellen. Die Vorarbeit durch das Land entlastet die Landratsämter, denen damit noch vor der Aussaat präzise Formulierungshilfen im Umgang mit den Saatkrähen zur Verfügung stehen.“
Die neue Muster-Allgemeinverfügung bietet Möglichkeiten erfolgreicher Vergrämung der Krähenschwärme, Vereinfachung bürokratischer Verfahren und rechtssicherer Umsetzung für Jägerinnen und Jäger - und das alles ohne Jagdrecht und Jagd- und Wildtiermanagementgesetz, das dafür entgegen Forderungen anderer Parteien nachweislich nicht benötigt wird.
MdL Silke Gericke (Grüne) ergänzt: „Damit unterstützen wir den wissenschaftlichen Dialog über den Umgang mit Saatkrähen und anderen konfliktträchtigen, aber ökologisch wichtigen Arten, wie er zuletzt in einem offenen Brief von Forschenden der Universität Hohenheim und weiterer Forschungseinrichtungen an die Politik adressiert wurde. Dort wird betont, dass Konflikte mit der Landwirtschaft gezielt und anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse gemanagt werden sollten, statt pauschale Bejagungs- oder Jagdregelungen zu verankern, die den Schutzstatus der Arten unnötig verkomplizieren können zumal Jagdrecht auch nach Aussagen der Wissenschaftler nicht weiterhilft.
Wir setzen uns dafür ein, Forschung und Innovation im Umgang mit Saatkrähen weiter voranzubringen. Ziel ist es, praxistaugliche, wirksame und tier- sowie umweltverträgliche Lösungen zu entwickeln und neue Ansätze offen zu prüfen. Damit wird deutlich: Artenschutz, urbanes Leben und wissenschaftlicher Fortschritt gehören für uns zusammen. So zeigt Grün geführte Landesregierung, dass sie noch vor dem Ende der Legislaturperiode, bis zum letzten Tag, handlungsfähig ist.“
Mit der Gesetzesänderung machen wir den Weg frei für eine pragmatische Handhabung der zunehmenden Population von Saatkrähen, damit Äcker nicht schon vor der Ernte abgeräumt werden. Wir unterstützen die Landwirtschaft und damit die heimische Produktion von hochwertigen Nahrungsmitteln“ sagt MdL Tayfun Tok (Grüne).