29.07.2020

Ausbau der Ditzinger Siemensstraße rückt näher

„Dicke Bretter bohren seit vielen Jahren" - das ist die Aufgabe des Grünen Landtagsabgeordneten Dr. Markus Rösler für den Ausbau der Ditzinger Siemensstraße. „Der Gemeinderat der Stadt Ditzingen hat mit seinem gestrigen Beschluss für den Standort des Logistikzentrums und der Polizei samt Absichtserklärung mit dem Land Baden-Württemberg einen wichtigen Beitrag hierfür geleistet“, freut sich Rösler.

Die Ditzinger und Gerlinger Grünen freuen sich über den Einsatz ihres Landtagsabgeordneten: Dieser hat durch sein kontinuierliches Engagement seit 2011 die Unterstützung von nun bereits fünf verschiedenen Finanz-, Innen- und Verkehrsministern gesichert und im Dezember 2018 die verschiedenen Partner von Land und Kommune an einen Tisch gebracht, um so das Verfahren zu beschleunigen.

Die Grüne Ditzinger Gemeinderatsfraktion hat den Wunsch, der Verkehrssituation ein verstärktes Augenmerk zu schenken. Gemeinderat Ulrich Steller betont: „Wir freuen uns auf die Möglichkeiten, die der Ausbau der Siemensstraße besonders für den Fuß- und Radverkehr bieten wird. Aber diese dürfen nicht mit einer zu großen Zunahme des Verkehrs wieder kaputt gemacht werden“. Im Bebauungsplanverfahren müsse dann über den Stellplatzschlüssel hinaus auch ein Mobilitätskonzept zum geplanten Standort entwickelt werden.

Gemeinderätin Doris Renninger begrüßt die durch den Kauf- bzw. Tauschvertrag mögliche Verlagerung des Ditzinger Polizeireviers, dessen Räume nicht mehr zeitgemäß sind. Auch das Ergebnis der Polizeireform, die Autobahnpolizei nach Stuttgart-Vaihingen zu verlegen, könne dann revidiert werden. Diese Planungen hatten die Kommunen im unfallträchtigen Bereich der Autobahn A81 erstaunt.

Der Siemensstraßen-Abschnitt zwischen Diesel- und Dornierstraße ist bereits durch die Stadt Ditzingen ausgebaut. „Da ist die Stadt Ditzingen in Vorleistung getreten, was angesichts des langwierigen Prozesses mit vielen Beteiligten sehr vorbildlich ist", lobt Rösler. Weitere Bauarbeiten im Abschnitt zwischen Dornier- und Gerlinger Straße hängen vom Land ab - das muss die notwendigen Flächen des ehemaligen Autobahnpolizeireviers und des Logistikzentrums der Polizei zur Verfügung stellen. Das sei auch der Grund für die zahlreichen Beteiligten auf Landesebene, erklärt Rösler: „Nicht nur das Verkehrs- und das Finanzministerium, sondern auch das für die Polizei zuständige Innenministerium mussten und wollten bei der Planung involviert sein“.

„Jetzt kann die Stadt Ditzingen ihr „Integriertes Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK) weiterführen, die Siemensstraße ausbauen, und so auf das enorme Verkehrsaufkommen reagieren. Das ist die bessere Alternative im Vergleich zu einem weiteren Autobahnanschluss – diesen lehnen sowohl der Gemeinderat der Stadt Gerlingen einstimmig als auch die Ditzinger Grünen wegen des hohen Flächenverbrauches und dem zu befürchtenden noch höheren Verkehrsaufkommen ab. Das Land kann sein Grundstück in der Dornier- und Siemensstraße in Zukunft besser als bisher nutzen und weiterentwickeln – auch um den Standort für die Polizei zu erhalten. Das ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, ist Rösler überzeugt.

Rechtlich bindend werden jetzt der Bebauungsplan sowie der Kauf- und Tauschvertrag zwischen der Stadt Ditzingen und dem Land Baden-Württemberg. Wann die Realisierung erfolgen soll, hängt auch von Haushaltsbeschlüssen des Landtags ab. Der beim Finanzministerium angesiedelte Landesbetrieb "Vermögen und Bau" ging bisher vom Jahr 2025 aus. „Ich hoffe, dass das nun schneller klappt“, so Rösler, der auch Mitglied im Finanzausschuss des Landtags ist.

URL:http://markusroesler.de/mein-wahlkreis/vaihingenenz/vaihingenenz-single/article/ausbau_der_ditzinger_siemensstrasse_rueckt_naeher/